2007
Effektivität UND Effizienz in Projekten
In jedem Unternehmen geht es darum, größtmögliche Effektivität und Effizienz sicher zu stellen. Ich erlebe aber – besonders in Projekten – dass dem Effizienzgedanken oft alles untergeordnet wird, auch die Effektivität. Folglich läuft man höchst effizient in die falsche Richtung, wickelt höchst effizient die falschen Projekte ab, stellt sehr effizient die falschen Mitarbeiter/innen ein etc.Effektives Handeln und effektive Führung setzen ein ganzheitlich-systemisches Verständnis der aktuellen und zukünftigen Realität voraus (Realität = z.B. Probleme, Spannungsfelder, unterschiedliche Menschen und Charaktere, relevantes Wissen etc.). Zudem erfordert effektives Handeln – am Beginn – oft mehr Energie als ein kollektives “jetzt-krempeln-wir-mal-die-Ärmel-hoch-und-fangen-an”.
Erkenntnisse für das Projektgeschäft:
- Am Beginn eines Projekts (= initiating & planning processes) sollte effektives Vorgehen im Zentrum stehen. Dies bedeutet, dass die Situation möglichst ganzheitlich erfasst und analysiert wird, Kundenanforderungen klar dokumentiert werden, Ziele möglichst klar und messbar festgehalten werden. Ganz nach dem Motto: “Wenn es schnell gehen soll, werde langsam.”
- Nur so ist in den Abwicklungsphasen des Projekts (= executing processes) effizientes, sprich ressourcenschonendes und schnelles Agieren möglich.
- Gegen Ende des Projekts (= closing processes) ist dann wieder Effektivität gefragt, nämlich bei der Auswertung der Lessons Learned für zukünftige Projekte.
Formel: Effektivität + Effizienz = Erfolg!
Tip:
Erfolgreiche Projektleiter scheuen sich nicht davor, Entscheidungen zu treffen. Eine schlechte Entscheidung ist oft noch besser als gar keine.
Quelle: pm-blog.com

