26.06
2007

Remote-Zugriff mit NoMachine NX

NX ist eine Remote-Desktop-Software der italienischen Firma NoMachine, die mit Ausnahme der zentralen Client- und Serverapplikation unter der GNU GPL steht. Mit NX kann man den Bildschirminhalt eines entfernten Computers auf einen lokalen Rechner (auch betriebssystemübergreifend) übertragen und damit arbeiten, als säße man direkt davor. (Quelle: wikipedia)

FreeNX Server HOWTO für openSUSE

Einrichten des FreeNX Servers
Zur Installation der FreeNX Serverkomponente steht für aktuelle Versionen wie SUSE Linux 10.x im Online Repository oder auf den verfügbaren CD Images ein RPM-Paket bereit. Dies kann mit Hilfe von YaST oder mittels RPM installiert werden. Achtung den Client nicht vergessen.

Nachdem der Server und ein Client per RPM beziehungsweise YaST installiert wurde, ist die Konfiguration zur Nutzung denkbar einfach.

1) Um sich zu vergewissern, dass tatsächlich die richtige Server Software installiert wurden, kann man als Root User die lokale RPM Datenbank mit folgendem Kommando abfragen:

linux:/ # rpm -q FreeNX

FreeNX
Sollte auf die RPM Abfrage hin kein Package Name ausgegeben werden, ist das Package noch nicht installiert. Wenn wir im Beispiel “FreeNX-0.4.4-4″ angegeben wird, sind schon alle Vorbedingungen für die Konfiguration des installierten Servers erfüllt.

2) Zur Konfiguration wird das (mitinstallierte) Programm nxsetup genutzt.

linux:/ # nxsetup –install –setup-nomachine-key –clean
Die Optionen bedeuten im Folgenden:

–install Installiert die für den Betrieb der Server Software notwendigen Dateien und richtet einen lokalen Benutzern Account für NX ein.

–setup-nomachine-key Diese Option ermöglicht den Aufbau einer verschlüsselten Verbindung mit einem bereits vorhandenen, mitgelieferten und dem Nomachine NX-Client bereits bekannten, SSH-Schlüssel. Dies bedeutet weniger Sicherheit, erleichtert jedoch die Konfiguration des Clients. Um einen neuen Schlüssel zu generieren und zu verteilen, sollte man sich zunächst mit grundlegenden Zusammenhängen der Public-Key Kryptographie vertraut machen.

–clean Vor der Installation werden eventuell bereits vorhandene Konfigurations- dateien entfernt.

Mittels des Programms ‘nxserver’ kann neven der Konfigurationn des NX-Servers auch dessen Status Status abgefragt werden:

linux:/ # nxserver –status
NX> 100 NXSERVER – Version 1.4.0-44 OS (GPL)
NX> 110 NX Server is running
NX> 999 Bye
Für den nxserver müssen die lokalen Benutzerkonten konfiguriert werden, welche sich über einen Client (wie z.B. KNX) anmelden können.

linux:/ # nxserver –adduser <Benutzername>

Achtung: Das Passwort sollte nicht neu gesetzt werden.

Der NX Server wird in der Nomachine-Terminologie als Node bezeichnet. Weitere Möglichkeit zu dessen Konfiguration bietet die Konfigurationsdatei /etc/nxserver/node.conf

3) Die Funktion des NX Servers kann nun mit einem lokal installierten Client getestet werden. Im Beispiel wird der KDE Client KNX genutzt.

News Update:

NoMachine hat eine neue Generation der Terminal-Server-Software NoMachine NX
freigegeben.
Gegenüber der letzten Version kommt NoMachine NX 3.0.0 mit zahlreichen Änderungen und Neuerungen. Unter anderem ist es ab sofort möglich, lokale Desktops mit anderen Nutzern zu teilen. Durch Session-Shadowing gestattet die Applikation auch mehreren Nutzern, auf eine und dieselbe Session zuzugreifen. Eine weitere Neuerung stellt die Möglichkeit dar, Vorgänge durch Skripte auszuführen. Ferner haben die Entwickler nach eigenen Angaben viele Bereiche der Applikation verbessert und zahlreiche Unzulänglichkeiten beseitigt.

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