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Tinycore 2.0 Linux mit X auf 11 MB erschienen

Die Tinycore-Entwickler haben die zweite Version des Minilinux Tinycore veröffentlicht. Tinycore ist ein Minimalsystem, dessen ISO in Version 2.0 gerade einmal 11 MB belegt. Mit der neuen Version haben die Entwickler auch die Variante Microcore freigegeben, die noch einmal 4 MB kleiner ist und sich somit auf 7 MB beschränkt. Tinycore wird mit dem Windowmanager JWM, Busybox, Tiny X und Fltk ausgeliefert.
Tinycore 2.0 basiert auf einem Kernel 2.6.29.1 und der glibc 2.9. Cryptohome nutzt nun den AES-Algorithmus. Das System wurde insgesamt etwas komfortabler.

Neue udev-Regeln erstellen nun automatisch Namen für CD- und DVD-Laufwerke, die neuen tc-config und desktop.sh unterstützen Window Manager via WM-Benutzerschnittstellen. Auch die Wallpaper-GUI kommt nun mit mehr als einem Window-Manager klar. Die Entwickler brachten eine Reihe in Tinycore enthaltener Programme auf einen neuen Stand. Alle Änderungen und Neuerungen können in den Release Notes nachgelesen werden.

Tinycore hat aufgrund seiner geringen Größe eine kurze Bootzeit und läuft aus dem RAM. Anwender können all die Pakete nachinstallieren, die sie für ihre Arbeit brauchen. Microcore basiert auf Tinycore, verzichtet aber auf die X-Umgebung. Tinycore und Microcore können von ibiblio.org heruntergeladen werden.

Allgemeine Befehlsreferenz Linux

Hier ein kurzer Ãœberblick über die wichtigten Kommandos, gefolgt von einer Kurzbeschreibung. Detailliertere Informationen erhalten Sie in der Onlinehilfe von Linux, mittels des Befehles man .
logout -> Verlassen der aktuellen Shell
vi -> Editor vi
exit -> Beenden der aktuellen Shell
logname -> Anzeige des Benutzernamens
passwd -> Ändern des Benutzerpasswortes
last -10 -> zeigt aktive User an(10)
tty -> Anzeige des Terminalnamens
who -> Anzeige der aktuell angemeldeten Benutzer

Dateianweisungen

 
cat -> Ausgabe von Dateien
chgrp -> Änderung der Gruppenzugehörigkeit
chmod -> Änderung der Zugriffsrechte
chown -> Ändern des Dateibesitzers
cmp -> Dateivergleich
cp -> Kopieren
cpio -> Dateiarchivierung
cut -> Ausschneiden von Zeilenbereichen
dd -> Lesen / Schreiben von Diskimages
diff -> Dateiunterschiede ermitteln
file -> Anzeigen des Dateitypes
find -> rekursive Suche innerhalb des Dateisystemes
grep -> Suche nach Ausdrücken in Dateien
ln -> Links erstellen
ls -> Verzeichnisinhalt anzeigen
more -> Seitenorientierte Dateibetrachtung
mv -> Verschieben von Dateien
rm -> Löschen von Dateien
sort -> Zeilenweises Sortieren von Daten
tail -> Letzten Teil einer Datei anzeigen
tar -> Archivieren von Filesystembereichen
touch -> Aktualisierung des letzen Zugriffsdatum einer Datei
wc -> Zählen von Zeichen innerhalb einer Datei

Druckanweisungen

lpc -> Druckerstatus prüfen
lpq -> Druckerspooler abfragen
lpr -> Drucken von Dateien
lprm -> Druckauftrag löschen

Netzwerkprogramme

ftp -> Dateitransfer
host -> DNS Abfrage
nslookup -> DNS Abfrage
ping -> Verbindungstest via TCP/IP
rcp -> Netzwerkweites Kopieren
rlogin -> Fern – Login
rsh -> Shell auf entferntem Rechner starten
scp -> Sicheres Kopieren im Netzwerk
ssh -> Sichere Shell auf entferntem Rechner starten
telnet -> Terminalsession auf entferntem Rechner
traceroute -> Verbindungsverfolgung

Prozeßkommunikation

at -> Ausführen zu einem bestimmtenZeitpunkt
bg -> Prozeß in den Hintergrund schieben
fg -> Prozeß in den Vordergrund schieben
jobs -> Anzeige der laufenden Hintergrundprozesse
kill -> Signal an einen Prozeß senden
sleep -> Zeitweilige Unterbrechnung
tee -> Datenstrom vervielfachen
trap -> Signalreaktion verwalten
wait -> Warten auf Hintergrundprozeß

Systembefehle


alias -> Kurzform für Befehle definieren
crontab -> Regelmäßige Befehlsausführungen
date -> Systemdatum anzeigen / setzen
df -> Anzeigen des freie Diskspeicherplatzes
du -> Ermitteln des belegten Diskspeicherplatzes
echo -> Textausgabe
env -> Änderung von Umgebungsvariablen
export -> Exportieren von Variablen
expr -> Mathematische Ausdrucksberechnung
mesg -> Verwaltung der Terminalzugriffe
newgrp -> Ändern der Gruppenzugehörigkeit
nice -> Programm mit geänderter Priorität starten
nohup -> Ignorieren von Signalen für eine Anweisung
set -> Verwalten von Optionen und Partitionsparametern
stty -> Konfiguration der seriellen Schnittstelle
test -> Ãœberprüfung von Bedingungen
time -> Ausführungszeit für einen Befehl anzeigen
uname -> Systemname anzeigen
wall -> Nachrichten an alle angemeldeten Benutzer versenden
write -> Meldungen an einen anderen Benutzer versenden

Verzeichnisanweisungen

cd -> Verzeichnis wechseln
chroot -> Ändern des Basisverzeichnisses
mkdir -> Verzeichnis anlegen
pwd -> Aktuelles Verzeichnis anzeigen
rmdir -> Verzeichnis löschen

vi-Kurzreferenz

Der vi-Editor ist der wohl wichtigste Unix-Editor.
Er findet sich in jeder noch so rudimentären Installation, auf Notfalldisketten und verschiedenen Unix-Derivaten.
Steht einmal keine Alternative in Form von Midnight-Commander oder Joe zur Verfügung,
ist guter Rat teuer. Die folgende Kurzreferenz hilft, vi und Co in den Griff zu bekommen.

Achtung der optionale numerische Wert »Stellen« bezeichnet die Stellen der Positionen,
die sich der Cursor bewegen soll. Default ist 1.

Navigation:
[Stellen] [Ctrl H] Cursor links
[Stellen] [Ctrl Leertaste] Cursor rechts
[Stellen] [Ctrl N] Cursor abwärts
[Stellen] [Ctrl P] Cursor aufwärts
[Stellen] [Ctrl D] eine halbe Bildschirmseite nach unten blättern
[Stellen] [Ctrl U] eine halbe Bildschirmseite nach oben blättern
[Stellen] [Ctrl G] zum Ende blättern

/Suchbegriff/ sucht eine Textstelle

Ein Druck auf [Esc] wechselt in den Kommandomodus:

a Insert-Modus (»after«), die Zeichen werden hinter der aktuellen Cursorposition eingegeben.
i Insert-Modus (»before«), die Zeichen werden vor der aktuellen Cursorposition eingegeben.
r überschreibt das aktuelle Zeichen
R wechselt in den Eingabemodus und überschreibt alle Zeichen ab der aktuellen Cursorposition mit der neuen Eingabe
x aktuelles Zeichen löschen
dd löscht die aktuelle Zeile
u nimmt den letzten Befehl zurück
:help vi-Hilfe anzeigen
:w Datei sichern
:q vi verlassen
:q! vi auf jeden Fall verlassen; Datei wird nicht gesichert, eine eventuelle Nachfrage wird übergangen
:wq Datei sichern und vi verlassen

Wiederherstellen der RPM-Datenbank

Sollte die RPM Datenbank beschädigt sein gibt es eine schnelle möglichkeit diese wieder zu reaktivieren.

  1. Ãœber den Befehl rpm –rebuilddb kann die DB wieder Repariert werden.
  2. Sollte diese nicht möglich sein folgt Stufe II
  1. rm -f /var/lib/rpm/__db* (bei Suse sollte es nur eine geben).
  2. db_verify /var/lib/rpm/Packages
  3. rpm –rebuilddb

Info:
Mit rebuilddb ist möglich, eine defekte Datenbank wieder herzustellen – es wird zumindest versucht die Datenbank zu reparieren, wie groß die Erfolgsquote ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Mit initdb ist es möglich eine RPM Datenbank zu erzeugen. Es ist auch möglich eine zweite Datenbank im System zu erzeugen. Dies kann zum Test von Paketen oder Programmen nützlich sein, es ist dann aber notwendig einen anderen Pfad für die Datenbank anzugeben. Existiert bereits eine Datenbank, wird diese durch die Verwendung von –initdb nicht überschrieben. Die von RPM standardmäßig benutzte Datenbank befindet sich unter dem Verzeichnis /var/lib/rpm/

Mysql Slave Error Howto

Sollte bei einem Mysql Slave Datenbank ein Fehler gemeldet werden (Syslog), sind folgende Punkte duchzuführen:

  • Anmelden an der Datenbank: mysql -u root –p
  •  Status Slave abfragen mit : mysql> SHOW SLAVE STATUS \G
  •  Slave stoppen mit: mysql> STOP SLAVE;
  •  Den angezeigten Fehler beheben.
  •  Fehler zurücksetzen mit: mysql> SET GLOBAL SQL_SLAVE_SKIP_COUNTER = 1;
  •  Slave starten mit: mysql> START SLAVE;
  •  Status Slave abfragen mit : mysql> SHOW SLAVE STATUS \G
  •  Abmelden von der Datenbank mit: mysql> quit;

Danach sollte noch eine optimierung der Datenbank durchgeführt werden.

mysqlcheck –uroot –p***** –all-databases

 mysqlcheck bietet eine im Vergleich zu anderen Clientprogrammen spezielle Funktion. Das Standardverhalten des Ãœberprüfens von Tabellen (–check) kann geändert werden, indem die Binärdatei umbenannt wird. Wenn Sie ein Tool benötigen, das Tabellen standardmäßig repariert, sollten Sie einfach eine Kopie von mysqlcheck namens mysqlrepair oder eine symbolische Verknüpfung zu mysqlcheck namens mysqlrepair erstellen. Wenn Sie dann mysqlrepair aufrufen, werden die Tabellen standardmäßig repariert.

Die folgenden Namen können verwendet werden, um das Standardverhalten von mysqlcheck zu ändern:

mysqlrepair Die Standardoption ist –repair.
mysqlanalyze Die Standardoption ist –analyze.
mysqloptimize Die Standardoption ist –optimize.

mysqlcheck