09.02
2008

HAProxy als Load Balancer für Webserver

HAProxy ist noch nicht so bekannt wie seine Konkurrenten Pen oder Pound, er verträgt mehrere Zehntausend TCP/HTTP-Verbindungen gleichzeitig. Bricht ein Dienst zusammen, springt das automatische Fail-over in die Bresche.

Die aktuelle Version enthält Access-Control-Lists, führt SMTP-Health-Checks durch und unterstützt URI-Hashing.
Abhängig von URI, Host-Feld oder Cookies kann der Server entscheiden, ob dynamische oder statische Inhalte angefordert werden und somit auf die passende Server-Gruppe verweisen (Content-Switching).

Der binäre Suchbaum »btree« wurde ersetzt, was laut der Entwickler mit einem Leistungsschub von fünf Prozent belohnt wurde.

Aktuell ist die Version 1.3.12.2 vom 20.09.2007

Verwenden lässt sich das Tool ganz schnell mit sehr geringem Konfigurationsaufwand.

Folgende Zeilen reichen aus um einen HTTP Loadbalancer zur Lastverteilung auf mehrere Server in Betrieb zu nehmen.

global
maxconn 32000
ulimit-n 65536

user haproxy
group haproxy

daemon
nbproc 1
pidfile /var/run/haproxy-private.pid

listen http 0.0.0.0:80
mode http
option httplog
balance roundrobin
server srv01 172.16.0.170:80 check
server srv02 172.16.0.180:80 check

Der HAProxy bietet auch viele Möglichkeiten Header zu manipulieren und unter anderem auch mehrere verschiedene Möglichkeiten eine Cookie / Session Persistenz zu implementieren.

Haproxy ist Open-Source-Software für Linux, Solaris und BSD und läuft auf allen modernen Rechner-Architekturen.

Hompage HAProxy: http://haproxy.1wt.eu
Hompage Pen: http://siag.nu/pen/
Hompage Pound: http://www.apsis.ch/pound/

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