mysqlbinlog — Hilfsprogramm für die Verarbeitung binärer Logdateien

Die Binärlogdateien, die der Server erzeugt, sind im Binärformat geschrieben. Um diese Dateien in Textform zu untersuchen, verwenden Sie das Hilfsprogramm mysqlbinlog.

Rufen Sie mysqlbinlog wie folgt auf:

shell> mysqlbinlog [options] log_file …

Um beispielsweise den Inhalt einer Binärlogdatei namens binlog.000003 anzuzeigen, verwenden Sie folgenden Befehl:

shell> mysqlbinlog binlog.0000003

Die Ausgabe enthält alle Ereignisse, die in binlog.000003 enthalten sind. Zu den einzelnen Ereignisdaten gehören u. a. die ausgeführte Anweisung, die Ausführungsdauer der Anweisung, die Thread-Kennung des absetzenden Clients und der Zeitstempel der Ausführung.

Die Ausgabe von mysqlbinlog kann – beispielsweise durch Verwendung als Eingabe für mysql – neu ausgeführt werden, um die Anweisungen im Log erneut anzuwenden. Dies ist etwa zur Wiederherstellung nach einem Serverabsturz praktisch. Mehr Anwendungsbeispiele finden Sie im weiteren Verlauf dieses Abschnitts.

Normalerweise verwenden Sie mysqlbinlog zum direkten Auslesen von Binärlogdateien und zu deren Anwendung auf den lokalen MySQL Server. Es ist ferner möglich, Binärlogs von einem entfernten Server auszulesen, indem Sie die Option –read-from-remote-server verwenden. Wenn Sie entfernte Binärlogs auslesen, kann mit Verbindungsparameteroptionen angegeben werden, wie die Verbindung zum Server herzustellen ist. Diese Optionen sind –host, –password, –port, –protocol, –socket und –user; sie werden allerdings ignoriert, wenn Sie nicht auch die Option –read-from-remote-server angeben.

Sie können mit mysqlbinlog auch Relay-Logdateien auslesen, die von einem Slave-Server in einer Replikationskonfiguration geschrieben wurden. Relay-Logs haben das gleiche Format wie Binärlogdateien.

Weitere Informationen zu Binär- und Relay-Logs finden Sie in Abschnitt 5.12.3, „Die binäre Update-Logdatei“, und Abschnitt 6.4.4, „Relay- und Statusdateien bei der Replikation“.

mysqlbinlog unterstützt die folgenden Optionen:

* –help, -?Zeigt eine Hilfemeldung an und wird dann beendet.
* –base64-outputGibt alle Binärlogeinträge unter Verwendung der base64-Kodierung aus. Dies dient nur Debugzwecken. Logs, die mithilfe dieser Option erzeugt wurden, sollten nicht auf Produktionssysteme angewendet werden. Diese Option wurde in MySQL 5.1.5 hinzugefügt.
* –database=db_name, -d db_nameListet Einträge nur für genau diese Datenbank auf (nur lokales Log).
* –force-read, -fMit dieser Option gibt mysqlbinlog, wenn es ein Binärlogereignis liest, das es nicht erkennt, eine Warnung aus, ignoriert das Ereignis und fährt fort. Ohne diese Option beendet sich mysqlbinlog beim Lesen eines solchen Ereignisses.
* –hexdump, -HZeigt einen hexadezimalen Speicherauszug des Logs in Kommentaren an. Diese Ausgabe kann für das Debuggen der Replikation hilfreich sein. Das Format des hexadezimalen Speicherauszugs wird im weiteren Verlauf dieses Abschnitts beschrieben. Diese Option wurde in MySQL 5.1.2 hinzugefügt.
* –host=host_name, -h host_nameHolt das Binärlog vom MySQL Server des angegebenen Hosts.
* –local-load=path, -l pathBereitet lokale Temporärdateien für LOAD DATA INFILE im angegebenen Verzeichnis vor.
* –offset=N, -o NÃœberspringt die ersten N Einträge im Log.
* –password[=password], -p[password]Verwendet das angegebene Passwort zur Verbindung mit dem Server. Wenn Sie die Kurzform der Option (-p) verwenden, dürfen Sie kein Leerzeichen zwischen Option und Passwort setzen. Lassen Sie den Wert password auf die Option –password bzw. -p folgend weg, dann werden Sie zur Eingabe des Passworts aufgefordert.

Die Angabe eines Passworts direkt auf der Befehlszeile ist als nicht sicher einzuordnen. Siehe auch Abschnitt 5.9.6, „Wie Sie Ihre Kennwörter sicher halten“.
* –port=port_num, -P port_numDie TCP/IP-Portnummer, die zur Verbindung mit einem entfernten Server verwendet werden soll.
* –position=N, -j NVeraltet. Verwenden Sie stattdessen –start-position.
* –protocol={TCP|SOCKET|PIPE|MEMORY}Das zu verwendende Verbindungsprotokoll.
* –read-from-remote-server, -RLiest das Binärlog von einem MySQL Server, statt eine lokale Logdatei auszulesen. Sofern diese Option nicht angegeben ist, werden auch alle weiteren Verbindungsparameteroptionen ignoriert. Diese Optionen sind –host, –password, –port, –protocol, –socket und –user.
* –result-file=name, -r nameDie Ausgabe erfolgt direkt in die angegebene Datei.
* –server-id=idExtrahiert nur diejenigen Ereignisse, die vom Server mit der angegebenen Serverkennung stammen. Diese Option wurde in MySQL 5.1.4 hinzugefügt.
* –short-form, -sZeigt nur die im Log enthaltenen Anweisungen (d. h. keine zusätzlichen Informationen) an.
* –socket=path, -S pathBei Verbindungen mit localhost ist dies die zu verwendende Unix-Socketdatei bzw. (unter Windows) der Name der zu verwendenden Named Pipe.
* –start-datetime=datetimeStartet das Auslesen des Binärlogs beim ersten Ereignis, dessen Zeitstempel dem durch datetime angegebenen oder einem späteren Zeitpunkt entspricht. Der datetime-Wert ist relativ zur lokalen Zeitzone des Computers, auf dem Sie mysqlbinlog ausführen. Der Wert sollte in einem Format angegeben sein, das für die DATETIME- oder TIMESTAMP-Datentypen unterstützt wird. Zum Beispiel:

shell> mysqlbinlog –start-datetime=“2005-12-25 11:25:56″ binlog.000003

Diese Option ist für eine Point-in-Time-Wiederherstellung nützlich. Siehe auch Abschnitt 5.10.2, „Beispielhaftes Vorgehen zur Datensicherung und Wiederherstellung“.
* –stop-datetime=datetimeBeendet das Auslesen des Binärlogs beim ersten Ereignis, dessen Zeitstempel dem durch datetime angegebenen oder einem späteren Zeitpunkt entspricht. Diese Option ist für eine Point-in-Time-Wiederherstellung nützlich. Informationen zum datetime-Wert finden Sie weiter oben in der Beschreibung zur Option –start-datetime.
* –start-position=NStartet das Auslesen des Binärlogs beim ersten Ereignis, dessen Position dem Argument N entspricht.
* –stop-position=NBeendet das Auslesen des Binärlogs beim ersten Ereignis, dessen Position N oder höher ist.
* –to-last-log, -tBeendet die Verarbeitung nicht am Ende des bei einem MySQL Server angeforderten Binärlogs, sondern fährt mit der Ausgabe bis zum Ende des letzten Binärlogs fort. Wenn Sie die Ausgabe zum selben MySQL Server leiten, kann dies eine Endlosschleife verursachen. Diese Option erfordert –read-from-remote-server.
* –disable-log-bin, -DDeaktiviert das binäre Loggen. Dies ist nützlich zur Vermeidung einer Endlosschleife, wenn Sie die Option –to-last-log verwenden und die Ausgabe an denselben MySQL Server senden. Ferner ist die Option praktisch bei der Datenwiederherstellung nach einem Absturz: Sie vermeiden hiermit eine Duplizierung der protokollierten Anweisungen.

Für diese Option benötigen Sie die Berechtigung SUPER. Sie sorgt dafür, dass mysqlbinlog in seine Ausgabe eine SET SQL_LOG_BIN=0-Anweisung einfügt, um das binäre Loggen der restlichen Ausgabe zu deaktivieren. Die SET-Anweisung wird nur dann ausgeführt, wenn Sie die Berechtigung SUPER haben.
* –user=user_name, -u user_nameVerwendet den angegebenen MySQL-Benutzernamen zur Verbindung mit dem entfernten Server.
* –version, -VZeigt die Versionsinformation an und wird dann beendet.

Sie können mit der Syntax –var_name=value auch die folgenden Variablen einstellen:

* open_files_limitGibt die Anzahl der Deskriptoren für offene Dateien an, die reserviert werden müssen.

Es ist ferner möglich, Variablen über die Syntax –set-variable=var_name=value oder -O var_name=value einzustellen. Diese Syntax ist jedoch veraltet.

Sie können die Ausgabe von mysqlbinlog in den Client mysql umleiten, um die im Binärlog enthaltenen Anweisungen auszuführen. Diese Vorgehensweise dient der Wiederherstellung nach einem Absturz bei Vorhandensein eines alten Backups (siehe Abschnitt 5.10.1, „Datenbank-Datensicherungen“). Zum Beispiel:

shell> mysqlbinlog binlog.000001 | mysql

Oder:

shell> mysqlbinlog binlog.[0-9]* | mysql

Sie können die Ausgabe von mysqlbinlog stattdessen auch in eine Textdatei umleiten, wenn Sie das Anweisungslog zunächst modifizieren müssen (indem Sie beispielsweise Anweisungen entfernen, deren Ausführung Sie aus irgendeinem Grund nicht wünschen). Nach der Editierung der Datei führen Sie die enthaltenen Anweisungen aus, indem Sie sie als Eingabe für das Programm mysql verwenden.

mysqlbinlog verfügt über eine Option –start-position, die nur diejenigen Anweisungen ausgibt, deren Position mindestens der angegebenen Position entspricht (die angegebene Position muss mit dem Start genau eines Ereignisses zusammenfallen). Ferner sind Optionen zum Beenden und Starten bei Erkennung eines Ereignisses mit einem angegebenen Zeitpunkt (Datum und Uhrzeit) vorhanden. Dies ermöglicht Ihnen die Durchführung einer Point-in-Time-Wiederherstellung mithilfe der Option –stop-datetime: Sie können so etwa eine Wiederherstellung nach dem Prinzip „Datenbanken auf den Stand von heute, 10:30 Uhr, setzen“ durchführen.

Wenn Sie mehr als nur ein Binärlog auf dem MySQL Server ausführen wollen, besteht die sichere Methode darin, alle Logs über dieselbe Serververbindung zu verarbeiten. Das folgende Beispiel veranschaulicht, welche Vorgehensweise unsicher sein könnte:

shell> mysqlbinlog binlog.000001 | mysql # DANGER!!
shell> mysqlbinlog binlog.000002 | mysql # DANGER!!

Eine derartige Verarbeitung von Binärlogs über verschiedene Serververbindungen verursacht Probleme, wenn die erste Logdatei eine CREATE TEMPORARY TABLE-Anweisung und das zweite Log eine Anweisung enthält, die die Temporärtabelle verwendet. Wenn der erste mysql-Prozess beendet wird, löscht der Server die Temporärtabelle. Versucht der zweite mysql-Prozess nun auf die Tabelle zuzugreifen, dann meldet der Server eine „unbekannte Tabelle“.

Um solche Probleme zu vermeiden, verwenden Sie stets die gleiche Verbindung zur Ausführung der Inhalte aller Binärlogs, die Sie verarbeiten wollen. Nachfolgend ist eine Möglichkeit beschrieben, dies zu erreichen:

shell> mysqlbinlog binlog.000001 binlog.000002 | mysql

Ein weiterer Ansatz besteht darin, alle Logs in eine einzelne Datei zu schreiben und diese Datei dann zu verarbeiten:

shell> mysqlbinlog binlog.000001 > /tmp/statements.sql
shell> mysqlbinlog binlog.000002 >> /tmp/statements.sql
shell> mysql -e „source /tmp/statements.sql“

mysqlbinlog kann eine Ausgabe erzeugen, die eine LOAD DATA INFILE-Operation ohne die ursprüngliche Datendatei reproduziert. mysqlbinlog kopiert die Daten in eine Temporärdatei und schreibt eine LOAD DATA LOCAL INFILE-Anweisung, die diese Datei referenziert. Die Standardposition des Verzeichnisses, in das diese Dateien geschrieben werden, ist systemspezifisch. Um ein Verzeichnis explizit anzugeben, verwenden Sie die Option –local-load.

Da mysqlbinlog LOAD DATA INFILE- in LOAD DATA LOCAL INFILE-Anweisungen konvertiert (d. h. LOCAL ergänzt), müssen sowohl der Client als auch der Server, den Sie zur Verarbeitung der Anweisungen verwenden, so konfiguriert sein, dass LOCAL unterstützt wird. Siehe auch Abschnitt 5.7.4, „Sicherheitsprobleme mit LOAD DATA LOCAL“.

Warnung: Die für die LOAD DATA LOCAL-Anweisungen erstellten Temporärdateien werden nicht automatisch gelöscht, weil sie benötigt werden, bis Sie diese Anweisungen tatsächlich ausführen. Sie sollten die Temporärdateien also selbst entfernen, wenn Sie das Anweisungslog nicht mehr benötigen. Die Dateien befinden sich im Temporärdateiverzeichnis und haben Namen wie original_file_name-#-#.

Die Option –hexdump erzeugt einen hexadezimalen Speicherauszug („Hex-Dump“) des Loginhalts in Kommentaren:

shell> mysqlbinlog –hexdump master-bin.000001

Beim obigen Befehl sieht die Ausgabe etwa so aus:

/*!40019 SET @@session.max_insert_delayed_threads=0*/;
/*!50003 SET @OLD_COMPLETION_TYPE=@@COMPLETION_TYPE,COMPLETION_TYPE=0*/;
# at 4
#051024 17:24:13 server id 1 end_log_pos 98
# Position Timestamp Type Master ID Size Master Pos Flags
# 00000004 9d fc 5c 43 0f 01 00 00 00 5e 00 00 00 62 00 00 00 00 00
# 00000017 04 00 35 2e 30 2e 31 35 2d 64 65 62 75 67 2d 6c |..5.0.15.debug.l|
# 00000027 6f 67 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 |og…………..|
# 00000037 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 |…………….|
# 00000047 00 00 00 00 9d fc 5c 43 13 38 0d 00 08 00 12 00 |…….C.8……|
# 00000057 04 04 04 04 12 00 00 4b 00 04 1a |…….K…|
# Start: binlog v 4, server v 5.0.15-debug-log created 051024 17:24:13
# at startup
ROLLBACK;

Die Hex-Dump-Ausgabe enthält derzeit die nachfolgend aufgeführten Elemente. Das Format kann sich allerdings bei zukünftigen Versionen ändern.

* Position: Byteposition in der Logdatei.
* Timestamp: Zeitstempel des Ereignisses. Im gezeigten Beispiel ist ‚9d fc 5c 43‘ die Darstellung von ‚051024 17:24:13‘ in hexadezimaler Form.
* Type: Typ des Logereignisses. Im gezeigten Beispiel bedeutet ‚0f‘, dass das Beispielereignis FORMAT_DESCRIPTION_EVENT ist. Die nachfolgende Tabelle listet mögliche Typen auf.
Geben Sie nun Folgendes ein: Name Bedeutung
00 UNKNOWN_EVENT Dieses Ereignis sollte keinesfalls im Log vorhanden sein.
01 START_EVENT_V3 Zeigt den Anfang einer Logdatei an, die von MySQL 4 oder früher geschrieben wurde.
02 QUERY_EVENT Der häufigste Ereignistyp. Er bezeichnet Anweisungen, die auf dem Master-Server ausgeführt wurden.
03 STOP_EVENT Gibt an, dass der Master beendet wurde.
04 ROTATE_EVENT Wird geschrieben, wenn der Master eine neue Logdatei eröffnet.
05 INTVAR_EVENT Wird hauptsächlich für AUTO_INCREMENT-Werte und in Situationen verwendet, in denen die LAST_INSERT_ID()-Funktion in der Anweisung verwendet wird.
06 LOAD_EVENT Wird für LOAD DATA INFILE in MySQL 3.23 verwendet.
07 SLAVE_EVENT Für zukünftige Verwendung reserviert.
08 CREATE_FILE_EVENT Wird für LOAD DATA INFILE-Anweisungen verwendet. Hiermit wird der Start der Ausführung einer solchen Anweisung angezeigt. Auf dem Slave-Server wird eine Temporärdatei erstellt. Wird nur in MySQL 4 verwendet.
09 APPEND_BLOCK_EVENT Enthält Daten, die in einer LOAD DATA INFILE-Anweisung verwendet werden. Die Daten werden in einer Temporärdatei auf dem Slave gespeichert.
0a EXEC_LOAD_EVENT Wird für LOAD DATA INFILE-Anweisungen verwendet. Der Inhalt der Temporärdatei wird in der Tabelle auf dem Slave gespeichert. Wird nur in MySQL 4 verwendet.
0b DELETE_FILE_EVENT Rollback einer LOAD DATA INFILE-Anweisung. Die Temporärdatei auf dem Slave sollte gelöscht werden.
0c NEW_LOAD_EVENT Wird für LOAD DATA INFILE in MySQL 4 und früher verwendet.
0d RAND_EVENT Wird für den Versand von Informationen zu Zufallswerten benutzt, wenn die Funktion RAND() in der Anweisung verwendet wird.
0e USER_VAR_EVENT Dient der Replikation von Benutzervariablen.
0f FORMAT_DESCRIPTION_EVENT Zeigt den Anfang einer Logdatei an, die von MySQL 5 oder später geschrieben wurde.
10 XID_EVENT Ereignis, welches das Schreiben einer XA-Transaktion anzeigt.
11 BEGIN_LOAD_QUERY_EVENT Wird für LOAD DATA INFILE-Anweisungen in MySQL 5 und höher verwendet.
12 EXECUTE_LOAD_QUERY_EVENT Wird für LOAD DATA INFILE-Anweisungen in MySQL 5 und höher verwendet.
13 TABLE_MAP_EVENT Für zukünftige Verwendung reserviert.
14 WRITE_ROWS_EVENT Für zukünftige Verwendung reserviert.
15 UPDATE_ROWS_EVENT Für zukünftige Verwendung reserviert.
16 DELETE_ROWS_EVENT Für zukünftige Verwendung reserviert.
* Master ID: Serverkennung des Masters, der das Ereignis erstellt hat.
* Size: Größe des Ereignisses in Byte.
* Master Pos: Position des Ereignisses in der ursprünglichen Logdatei auf dem Master.
* Flags: 16 Flags. Zurzeit werden die nachfolgend aufgeführten Flags verwendet. Die übrigen sind für zukünftige Verwendung reserviert.
Flag Name Bedeutung
01 LOG_EVENT_BINLOG_IN_USE_F Logdatei korrekt geschlossen. (Wird nur in FORMAT_DESCRIPTION_EVENT verwendet.) Wenn bei einem Ereignis FORMAT_DESCRIPTION_EVENT das Flag gesetzt ist (d. h. wenn der Flagwert beispielsweise ’01 00′ lautet), dann wurde die Logdatei nicht korrekt geschlossen. In aller Regel liegt dies an einem Absturz des Masters (etwa aufgrund eines Stromausfalls).
02 Für zukünftige Verwendung reserviert.
04 LOG_EVENT_THREAD_SPECIFIC_F Ist gesetzt, wenn das Ereignis von der Verbindung abhängig ist, über die es erfolgte (z. B. ’04 00′). Ein solcher Fall liegt etwa vor, wenn das Ereignis Temporärtabellen verwendet.
08 LOG_EVENT_SUPPRESS_USE_F Wird unter bestimmten Umständen gesetzt, wenn das Ereignis nicht von der Standarddatenbank abhängt.

Die übrigen Flags sind für eine zukünftige Verwendung reserviert.